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Pfifferlinge

10.10.2019 10:42

Gesammelte Pfifferlinge, Foto: Irena Iriser

Pfifferlinge

Pfifferlinge können nicht gezüchtet werden, da sie nur wild im Wald gedeihen. Grund dafür ist die sogenannte Mykorrhiza, eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzen. Pilzewachsen auf einem Feinwurzelsystem, das sowohl mit dem Waldboden als auch den Baumwurzeln verbunden ist.

Der Pilz bezieht hierbei Nährstoffe von den Bäumen und versorgt sie im Gegenzug mit Wasser. Champignons beispielsweise können auf einem Substrat gedeihen, Pfifferlinge hingegen brauchen den ganz besonderen Waldboden, um zu wachsen. Harald Mergenthaler von der Rosenhof Gärtnerei hat vor mehr als zehn Jahren gemeinsam mit Marek Koziol in Polen das Projekt zertifizierte Wildsammlung nach EG-Bio-Richtlinien ins Leben gerufen.

„Wenn Pfifferlinge sowieso wild im Wald gesammelt werden, wieso sind es dann Bio-Pilze?“ wird man immer wieder gefragt. Zum Beispiel, weil die zertifizierte Wildsammlung nach Bio-Richtlinien den Bestandsschutz berücksichtigt und nur eine festgelegte Menge Pilze geerntet werden darf. Und weil im großen Umkreis um die Sammelstellen herum keine Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden dürfen. Aber auch keine Insektizide, die in Wäldern sonst gegen Borkenkäfer und andere Schädlinge eingesetzt werden dürfen. Außerdem darf der Wald nicht künstlich bewässert werden. Deswegen gibt es auch so wenig Bio-Pfifferlinge. Die Pilze werden in strengen Analysen auf Pestizide, Radioaktivität und Schwermetalle untersucht.


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